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Kommentare: 2
  • #1

    Brigitte Mielke, Bochum (Samstag, 29 September 2018 10:35)

    Das Lesen von Herman Kochs Buch "angerichtet" fiel mir zunächst schwer. Der Einstieg in die Erzählung irritierte mich insofern, als dass der Schauplatz im Restaurant so "banal" geschildert wurde. Je mehr Hintergründe sich offenbarten, desto interessanter wurde es. Die Tat an sich ist so furchtbar, dass es mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Und die Familie untereinander - wie im "richtigen" Leben! Unglaublich intensiv die Beschreibung der Reaktionen der Eltern, das geplante Vorgehen, die Hilflosigkeit; kann ich alles total nachvollziehen.
    Ein Roman, der mich im Endeffekt gefesselt und berührt hat, denn auch ich habe manche "Taten" meiner Kinder schöngeredet, wobei nichts annähernd so gravierend war wie die im Buch beschriebene.
    Eine tolle Leseerfahrung!

    Brigitte Mielke, Bochum
    Erzieherin

  • #2

    heinz-werner meyer (Dienstag, 20 November 2018 18:01)

    Es ist eine gute Sache,wenn mehrere Leute das gleiche Buch lesen und sich darüber unterhalten (können)
    "angerichtet" greift mehrere Themen auf,die Eltern berühren,beschäftigen...,an denen sie nicht vorbeikommen.
    Als Vater von zwei Söhnen weiß ich,dass Eltern,insbesondere Mütter,dazu neigen,die eigenen Kinder als gut,unschuldig ....einzuschätzen,auch wenn sie insgeheim Zweifel haben.
    Eltern halten die Hand über ihre Kinder.
    Inwieweit dies gerechtfertigt und vertretbar ist,ist die Frage.
    Das wird in dem Buch gut angesprochen.
    Der Restaurantbesuch ist mir persönlich etw. zu lang geraten,wobei es hierbei natürlich auch um die Problematik geht.
    Um die Obdachlosenproblematik zu behandeln,müsste Herr Koch noch ein weiteres Buch schreiben,wenn noch nicht geschehen.

    Heinz-Werner Meyer